Ich weiss nicht mehr wie, aber irgendwie bin ich mit Sabrina (l.) auf das Thema Waffeln gekommen und auf einmal hat uns der Heisshunger gepackt. Wir sind also schnell zum (teuren) Supermarkt und haben die Zutaten erstanden und losgelegt - natuerlich hat ein gewoehnliches Hostel kein Waffeleisen, also wurde erstmal der Sandwich-Maker ausprobiert
aber der hat so ewig gebraucht, dass wir dann auf die Pfanne umgestiegen sind… auch nicht perfekt, weil auf einem heissen “Wannenkuchen” ja keine Sahne und Kirschen halten (das selbe war uebrigens auch das Problem bei den Sandwich-Waffeln
).
Dann kam mir ploetzlich das Muffinblech in den Sinn
Sylvia “sly” (www.curlyonline.com) (r.) aus Oesterreich hat uns dann irgendwann auch gejoint
Wir hatten eh soviel Teig, dass wir am Ende an alle kostenlose Wandwiches, Wannenkuchen und Wuffins verteilt haben *g*



Irgendjemand hat ein paar “Waffeln” im Sandwichmaker vergessen, sodass sie leicht braeunlich wurden 


delicious.

Leider gings schon ein, zwei Tage, nachdem ich die Beiden kennengelernt hab weiter fuer mich, die kostbare Zeit wollte nicht verschwendet werden, es gab ja noch viel zu sehn…
Denn am Morgen - gerade als ich auschecken wollte - hab ich 2 Maedels dabei ertappt, wie sie meine Handynummer von meinem Lift-”Aushang” abschrieben und das Ganze gleich fest gemacht. Ich hatte also doch noch jemand gefunden, der mit mir die Kueste runterfahren wuerde. Die Beiden kommen aus Montreal, Kanada, sprechen also franzoesisch als Muttersprache… aber auch Englisch konnten sie einigermassen, auch wenn sie das gerne geleugnet haben
Wir sind nicht direkt nach Melbourne gefahren, es ging erstmal in die…
Blue Mountains
… einem grossen Nationalpark, etwa 150km westlich von Sydney. Der erste Stop war Glenbrook - dort sollte es eine tolle Aboriginee-Hoehle zu sehen geben. Wir waren schon etwas spaet - es war etwa 6 Uhr und die Tore des Nationalparks schlossen um 7, also entschieden wir uns lieber 15km mit dem Auto zu fahren als 3km zu laufen (das ist jeweils die Entfernung in eine Richtung). Ich haette nicht gedacht, dass die Strasse in so einem Zustand waere - sie fing erst schoen geteert an, ging dann ueber in Schotter, manchmal Sand und irgendwann lagen einfach ueberall fausgrosse spitze Steine auf der Strasse, denen ich staendig ausweichen musste… also musste das Durchschnittstempo ganz schoen leiden - wir fuhren etwas zwischen 20 oder 30… wir waren um 6:25 (pm) da und sind schnell den Fussweg entlang gerannt - d.h. so schnell es ging, das dauerte etwa 5 min.

Glueck im Unglueck - die Hoehle war total beschissen, sorry wenn ich das so direkt sage
Wir haben nur ein, zwei Minuten gebraucht um schnell Fotos durch die dummen Zaeune dort zu machen und uns von der Enttaeuschung zu erholen, dann gings zurueck zum Auto… Ich hab leider keine besseren Fotos hinbekommen, ich hoffe ihr erkennt die Handabdruecke schemenhaft

Die “Hoehle” war nicht viel mehr als 10m breit, zu einer Seite komplett offen (also mehr ein Felsvorsprung) und komplett mit reflektierendem, verkratzten Plexiglas und Gitter abgeschirmt…
Also wie gesagt, wir sind zurueck zum Auto gesprintet, ich bin die Strecke noch ein bischen schneller zurueck gefahren - doch als wir beim Tor ankamen, um 7:01, war es natuerlich geschlossen… -.- Auf dem Tor stand sinngemaess sowas wie “Wenn Sie nach den Oeffnungszeiten hier rauswollen, rufen sie die-und-die Nummer an, dann kommt jemand und oeffnet das Tor - aber das wird Sie etwas kosten” … was blieb uns anderes uebrig? Nichts dachten wir, also hab ich angerufen und es hiess, dass der Torwaechter vielleicht noch in der Naehe sei und er hergeschickt wuerde… Pustekuchen, nach einer Viertel Stunde hatte sich immernoch nichts getan, ausser, dass ein Radfahrer uns entgegen kam, fuer ihn war das Tor natuerlich kein Hinderniss.
Er hat uns erzaehlt, dass das Oeffnen so um die 35$ kosten wuerde und wir doch lieber schnell umkehren und auf den Campingplatz (fuer den man eigentlich im Voraus bezahlen muss) fahren sollen. Da wir eh campen wollten, klang das nach einem Plan fuer uns. Der Campingplatz hatte keine Reption und dergleichen, das ist in den Nationalparks wohl oft oder immer so. Man braucht aber irgendeine Reservierung, sonst gibts Zoff, wenn der Ranger morgens vorbeischaut… wir haben es einfach mal drauf ankommen lassen

Abends gabs erstmal ein leckeres Dinner, die Maedels haben Salat mit Gemuese, Obst, Avocados, suessem, franzoesischem Senf, Zitronensaft und Honig gemacht - der war mal echt lecker, hab ich noch nie gesehn, geschweige denn probiert, aber das muss ich mir merken

Ich hab ein paar Steaks und Bratkartoffeln beigesteuert…


Passte sehr gut zusammen, beides
Nach einer sehr ungemuetlichen Nacht im Auto (die Maedels wollten sich nur fuer die Fahrt kein Zelt leisten, also schlief ich auf dem Beifahrersitz und hab den Maedels die Matratze ueberlassen) sind wir recht frueh aufgestanden, von wegen Ranger und so…
Die Kangaruhs waren auch schon aufgestanden und sind nicht weit von uns entfernt rumgehopst


(Video)

(Video)
Die Maedels haben die Viecher noch etwas verfolgt, waehrend ich das Auto startklar gemacht hab. Dabei haben sie ein Video von 2 kaempfenden Kangaruhs gemacht (leider hab ich das nicht :/ ) Sah sehr interessant aus ^^ Sie boxen sich, kippen nach hinten, sodass sie auf dem Schwanz stehn, und treten dann mit beiden Beinen aufeinander ein - sowas will man nicht selbst spueren… dabei sehn sie doch normal so harmlos aus

Viel war nicht los auf dem Campingplatz… sehr ruhig - von den Kakadus und so abgesehn.

Das Auto hat auf der kurzen Fahrt zur “Red Hand Cave” einiges an Staub eingefangen, seltsamerweise nicht nur aussen am Kofferaum sondern mindestens auch soviel Innen (zum Glueck nur hinten
)… wahrscheinlich war der Kofferraum nicht ganz zu oder ein Fenster, wer weiss.

Bevor es weiterging war erstmal frischmachen angesagt - der Fahrradfahrer von gestern hatte uns einen guten See empfohlen, recht unberuehrt und auf auf keiner Karte eingezeichnet… dummerweise haben wir ihn auch nicht gefunden
und nach ca. 20min Buschwandern sind wir dann umgekehrt und zum “Blue Pool” gefahren - der war sehr wohl eingezeichnet, aber um die Zeit warn wir auch die einzigen. Hab leider keine Fotos von dort - stellt euch einfach einen trueben grossen Teich mit ein paar rutschigen Felsen, Schilf und kleinen Fischchen drin vor
Da hab ich ne Runde geschwommen, was sehr erfrischend war (das Wasser war erstaunlich warm). Die Maedels hatten irgendwie Schiss, weil sie nicht den Boden sehen konnten, also bliebs fuer sie beim nassmachen und abtrocknen *g*.

Auf dem Weg nach Katoomba - der Touristenhauptstadt in den Blue Mountains - sind wir an den Wentworth Falls vorbeigekommen, die wollten wir natuerlich nicht auslassen, wo wir schonmal da warn. Dummerweise war der Fussweg dorthin versperrt, weil ein Helikopter Plastiksaecke mit Steinen rumgefliegen musste… Und weil es von dort nicht aussah, als wuerde es allzuviel zu sehen geben, haben wir es auch nicht als allzugrossen Verlust angesehn…



Katoomba,
beruehmt fuer die Three Sisters, die man von dortigen “Echo Point” aus gut betrachten kann:


Eigentlich auch nicht schlecht, um Fotos von hier zu machen, jedenfalls wenn nicht wie hier eine gigantische Nebel/Wolkensaeule, die wohl durch die warmen Schauer verursacht wurde, die Sicht ueber das Tal versperrt. Aber irgendwie hatte es auch was, den Horizont komplett verschwinden zu sehn :]



Am naechsten Morgen kamen wir zurueck, die Sicht war schon viel klarer - die Sonne kam natuerlich von der anderen Seite, also wieder nicht perfekt fuer Fotos von hier
… aber zum Glueck hatten wir eh vor, die Giant Stairway, einer Treppe entlang der Felsformation mit angeblich 1000 Stufen (es waren vielleicht 200 gefuehlte
) herunterzusteigen…


Das ist Derrick aus Toronto, CA… Ja, das Hostel, in dem die Maedels sich eingebucht hatten (ich hab dort auf der Wiese geparkt und im Auto geschlafen - aber fuer 14$ die Hostelanlage mitverwenden duerfen) war wirklich erstaunlich voll mit Kanadiern, viele davon aus Quebec, also bildete sich schnell ein franzoesisch-sprachiger Stammtisch

Aber zurueck zum Thema - der/die/das Giant Stairway, eine sehr schoene Strecke, kann ich empfehlen


Teilweise eher nichts fuer Leute mit Hoehenangst *g*




(Panorama)


Da gings gut runter *g*


(Panorama)


(gross) Ganz oben ist die Aussichtsplatform - der Echo Point. Von dort aus ich am Anfang die Fotos von der Bruecke (von der aus wiederum dieses Foto gemacht wurde) gemacht habe.





Gigantische Farne ueberall…





Der sentationelle, ultimative, atemberanbende Half way Point 

Termiten oder so?




Schwer zu erkennen - das ist ein Bachlauf





Viele viele Flusskrebse gabs da im Wasser - irgendwie haette ich dort nicht Baden gewollt *g* … naja, war auch sehr kalt, wie sichs fuer nen Gebirgsbach eben gehoert

(Video)

(Video)

(Video)
Gut, zugegeben - es gibt spannenderes als Flusskrebsen beim Krabbeln zuzusehn *g*





Die Scenic Railway - eine von vielen Touristenabzocken (bei sowas krieg ich nen ganz schoenen Hals :O ) 8$ fuer eine Minute Zug fahren…


Bitte Kopf um 90 Grad nach rechts drehen
(Video)

Und jetzt bitte Kopf wieder um 90 Grad nach links drehen
(Video)

Ruckzuck ging das ding den Berg rauf, war schon irgendwie entspannender als die Stufen wieder hochzulaufen



This goes out to Cariner
Sorry, aber echte Wombats sind wirklich wirklich schwer zu finden :/ waeren sie nicht so gross, teuer und unlebendig, haette ich dir da eins von mitgebracht

Lasst euch gesagt sein, dass das noch nicht alles war - wir waren auch noch in einer Tropfsteinhoele und ich hab spaeter nochmal die Wentworth Falls besichtigt - allerdings alleine, weil die Maedels andere Plaene hatten und laenger in den Blue Mountains bleiben wollten als ich.
Das war auch der Grund, warum ich dann schlussendlich alleine die Kueste entlang runter nach Melbourne gefahren bin… da hab ich auch viele viele Bilder gemacht, genau wie von der Zeit in Melbourne an sich.
Leider nimmt das Aufbereiten, speziell mit den ganzen Bildern und Videos, viel zuviel Zeit in Anspruch also nehmts mir nicht uebel, wenn ich das dann mal bei Gelegenheit nachhole.
Euer Paddy